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Nervenaufreibende Spiele bei den Herren

Daniel Bratschke am So, 07.03.2010 um 17:43 Uhr

Nervenaufreibende Spiele waren letztes Wochenende bei den Heimspielen der 1. Herren zu erleben.

Begonnen hatte es mit einem grandiosen 3:0 Sieg gegen SG Fernsehen, die an diesem Tag eigentlich keinen Stich gesehen haben.
Starke Sprungaufschäge, taktische Aufschläge in den Rücken des Zuspielers, eine stabile Annahme, glaubhafte Schnellangreifer, ein schnelles und
variables Spiel auf den Ausspositionen, sowie erfolgreiche Blockarbeit, liessen den Gegner im wahrsten Sinne des Wortes "alt" aussehen.
Auch wenn die Verletzung eines unserer Mittelblocker im 3. Satz nochmal spannend machte, blieben wir diesmal stabil.
Doch auch das Spiel gegen BVV hatte es in sich. Zunächst frühstückten wir die Jungs in den ersten zwei Sätzen recht deutlich ab.
Die Qualitäten aus dem ersten Spiel konnten wir auch hier gut entfalten.
Leider hielt das im dritten Satz nicht auf Dauer an...
3-4 verlorene nicht mit genügend Selbstvertrauen geschlagene Angriffe in der 1:1 Situation und Aufschlagfehler brachten uns in den Rückstand.
Durch die Führung gingen die Gegner vermehrt mit Selbstvertrauen in den Aufschlag, während unsere Aufschläge nur noch mit 75% Härte geschlagen
wurden, um nicht noch weiter in das Hintertreffen zu geraten.
Leider führte genau DAS in eine Verschlechterung unserer Annahmequalität und eine Steigerung der Angriffsaufbau' s des Gegners.
Die Folge waren mehr Sicherheitspässe gegen Doppelblocksituation bei uns, dadurch bessere Verteidigung der Gegner und Gegenangriffe, die es in den
Sätzen zuvor nie gegeben hatte..
Nichts desto trotz:
Kam es "zum ersten Mal in der Geschichte des SC Baume" :) zu Dreierblock's gegen den gegnerische Angriff auf der IV, die auch in 3 von 4 Fällen
erfolgreich waren, so dass man auch hier eine Leistungssteigerung ausmachen kann.
Gut gefallen hat in den gewonnen Sätzen die Angriffstaktik, die oftmals weite Löcher in die Blockabwehr der Gegner riß.
Die Flexibilät in der Anwendung des Annahmeriegels, in Abhängigkeit vom gegnerischen Aufschlag, war erstmals überhaupt zu erkennen!
Wenn auch daran gearbeitet werden sollte, nicht erst einen Ball auf Grundlinie "einschlagen" zu lassen, bevor nochmals einen weiteren Schritt nach hinten verschoben wird :)


Kurz um:
· Wir müssen an unserer psychischen Stabilität auch unter Druck arbeiten, um das starke Aufschlagspiel aufrecht zu erhalten.
· die Sicherheitpässe dürfen nicht nur Richtung IV gespielt werden, wir müssen die Einbindung der II/I ebenso beachten.
· gegen den Hinterfeld 6 muss unbedingt der Dreierblock eintrainiert werden, da dieser NIE durchgeführt wurde (ebenso gegen Meterball)
· der Dreierblock bei hoch IV muss weiter forciert werden
· das periphere Sehen der Zuspieler muss trainiert werden, da die gegn. Mittelblocker durchaus mit unseren Schnellangreifer mitgelaufen sind, aber mit zunehmenden Stress, der Pass nicht mehr zum weiter entfernteren Aussenangreifer erfolgte
· die Angriffssicherung bei hohem Angriff gegen Doppelblock war leider mangelhaft (nicht ein gesicherter und geretter Ball)


Nichts desto trotz, scheinen wir auf einem guten Wege zu sein.
Und wenigsten wissen wir jetzt, was an der ein oder anderen Stelle vielleicht fehlt.. :-)
Wo wir doch sonst so perfekt sind :-)
Alles in allem, schöne Spiele.
Und die Leistungssteigerung ist weiter zu erkennen. Obwohl wir doch nur
Erdnuckel bleiben. :-)